Freunde des Nationaltheaters e.V.

PRINZREGENTENTHEATER / BAYERISCHE THEATERAKADEMIE AUGUST EVERDING

Beim Prinzregententheater, dessen Renaissance nach seiner Schließung 1963 – angeblich wegen Baufälligkeit – lange Zeit politisch nicht gewollt war, erstreckte sich der Einsatz der "Freunde" für eine Wiederinstandsetzung ebenfalls über Jahre. Bereits 1979 veranstalteten sie in den Ionischen Sälen des Nationaltheaters die Ausstellung "Unser Prinzregententheater".

Prinzregententheater München: Blick auf die Bühne

Gleichzeitig gab man Unterschriftenlisten aus, auf denen sich 100.000 Bürgerinnen und Bürger eintrugen. Auf zwei Sommerfesten im Alten Hof wurde ebenfalls die Werbetrommel gerührt. Als der Landtag 1983 die Wiederinstandsetzung, zunächst im Rahmen einer "kleinen Lösung", beschlossen hatte, kam es zur Gründung der "Bürgeraktion Prinzregententheater" mit Herzog Franz von Bayern als Ehrenvorsitzendem, Generalintendant Prof. August Everding als unermüdlichem Motor, dem Verein "Münchner helft dem Prinzregententheater", den "Freunden" und der "Süddeutschen Zeitung". Man konnte Stühle und Bausteine "kaufen“; speziell für die Wiederherstellung des Gartensaals sammelten die "Freunde" auch auf zwei Benefizveranstaltungen mit Ruggiero Raimondi und Hermann Prey im Cuvilliés-Theater.

Als das Haus nach 25-jährigem Dornröschenschlaf am 9. Januar 1988 – zunächst mit einem Bühnenprovisorium – wiedereröffnet wurde, hatte der Verein für dessen Instandsetzung insgesamt 750.000 Mark gesammelt. Seit 1995 gibt es auch wieder einen Orchestergraben und eine ordentliche Bühnentechnik.

Decke im Prinzregententheater München

Speziell für diesen Endausbau brachten die "Freunde" nochmals eine Million Mark auf. Den "zweiten Gründervater" des Prinzregententheaters, Prof. August Everding, ehrten sie im Jahr 2000 durch die Stiftung einer Büste im Foyer. Der im Haus etablierten Bayerischen Theaterakademie, die auch seinen Namen trägt, stifteten sie in den letzten Jahren einen Flügel, ein Cembalo und ein Klavier. Akademie-Inszenierungen wurden ebenfalls gefördert: 2005 zum Beispiel die Produktion von "Alarico Il Baltha" und 2006 der dreiteilige Hans-Werner-Henze-Abend mit den Werken "Ein Landarzt", "Das Wundertheater" und "Das Ende der Welt".

Im Sommer 2008 leisten die "Freunde" einen wesentlichen Beitrag zur Neugestaltung des Theater-Eingangsbereichs. Er präsentiert sich jetzt nicht nur attraktiver, sondern auch besucherfreundlicher: mit übersichtlichen Veranstaltungshinweisen, vor allem aber mit Bildschirmen, die es verspäteten Gästen ermöglichen, das jeweilige Stück bis zur nächsten Einlass-Möglichkeit von außen mitzuverfolgen.

"Ein Platz für alle!"

Die Umgestaltung des Max-Joseph-Platzes ist uns ein großes Anliegen. Eine Online-Petition hat große Resonanz gefunden und im Stadtrat hat sich eine breite, fraktionsübergreifende Basis gebildet, die diesen Umbau befürwortet. Wir unterstützen die Aktionen rund um den Platz und laden herzlich ein, diese zu besuchen. Aktuelle Termine finden Sie auf der Website der Bayerischen Staatsoper.

 

max joseph platz