Freunde des Nationaltheaters e.V.

Hubertus-Saal

Bereits 1992 lenkten die "Freunde" mit zwei Benefizveranstaltungen im Hubertus-Saal die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses einstige Juwel im Schloss Nymphenburg. Von Hofbaumeister Johann Baptist Gunezrhainer 1755 im Obergeschoss des Orangerietraktes als Konzert- und Theatersaal für die Wittelsbacher errichtet, war es nur noch in seiner Substanz erhalten geblieben – ohne jegliche Innenausstattung und von Tag zu Tag mehr in baufälligen Zustand geraten.

Schloss Nymphenburg, München

Motiviert durch die Anregung des Vereins, investierte der Staat zunächst für Sicherungsmaßnahmen und Dachstuhlsanierung 5,7 Millionen Mark. Die Kosten für den Endausbau zu einem Konzertsaal mit 400 Plätzen, der sich auch für andere kulturelle Veranstaltungen eignet, waren mit weiteren 7 Millionen angesetzt - die der Freistaat aber nur investieren wollte, wenn die Bürgerschaft dazu 1,5 Millionen beisteuern würde. Vor allem dank massiver persönlicher Unterstützung durch Herzog Franz von Bayern und einer Zuwendung der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung konnten die "Freunde" diese Bedingung erfüllen. Seit der Eröffnung im Jahr 2003 ist der Saal nun jeden zweiten Tag Schauplatz von Veranstaltungen kultureller, wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Art. Die zu neuem Leben erweckte alte Kulturstätte, in die der Verein auch immer wieder zu Eigenveranstaltungen einlädt, wird inzwischen weit über Nymphenburg hinaus von den Münchnern aus der ganzen Stadt geschätzt.

Hubertus-Saal

Wie bei ihren andern "Patenkindern", war es für die "Freunde" auch beim Hubertus-Saal mit der Eröffnung nicht getan. Zusätzlich stifteten sie als dringend erforderliche Sitzgelegenheiten im Foyer drei bequeme Lederbänke und sorgten für Restaurierung und Rahmung zweier stark beschädigter, großformatiger Bilder aus dem Depot der Bayerischen Staatsgemäldesammlung. Diese schmücken jetzt den Hubertus-Saal, als wären sie eigens für ihn gemalt worden: Franz Joseph Beichs "Jagd auf Kleinwild bei Nymphenburg" aus dem 17. und Michael Hartwangers Porträt von Kurfürst Max III. Josef aus dem 18. Jahrhundert.

Produktionsförderung

Die Freunde des Nationaltheaters fördern mit insgesamt 50.000 Euro die Neuproduktion 2017 des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Die Premiere von "The Consul" von Gian Carlo Menotti hat am 28. März im Cuvilliés-Theater Premiere. 

Kent Nagano am Flügel