Freunde des Nationaltheaters e.V.

Die Gründerväter

Ein Wunsch war der Vater des Gründungsgedankens: das kaum erfüllbare Verlangen vieler Bürgerinnen und Bürger nach Opernkarten für das Prinzregententheater, das der Staatsoper nach Zerstörung des Nationaltheaters in der Nacht zum 3. Oktober 1943 als Ausweichquartier diente. Auch in den ersten Nachkriegsjahren konnten sich die Aufführungen dort durchaus sehen lassen – doch leider nur von halb so viel Besuchern wie im zerbombten Haus Platz gefunden hatten. Im Kreis der wieder gegründeten "Theatergemeinde München e.V." trat dieser Engpass besonders einschneidend zutage. Das wiederum veranlasste deren Mitglied Arthur Bader zu der Frage: "Warum gründen wir denn nicht einen Verein, der den Wiederaufbau des Nationaltheaters anstrebt?" Als höchstes Alarmzeichen empfanden kultur- und traditionsbewusste Münchner damals auch die Nachricht, die Nationaltheater-Ruine solle demnächst beseitigt werden; irgendwann und irgendwo könne man ja ein neues Opernhaus in moderner Form errichten.

Ruine des Nationaltheaters

Vor diesem Hintergrund wurde 1951 von einem Dutzend Entschlossener der Verein ins Leben gerufen, an dessen Spitze bald der Stadtrat und Vorsitzende der Theatergemeinde Jakob Baumann stand. Er war über Jahrzehnte "der" Repräsentant der “Freunde".

Auch der weiteren Männer der ersten Stunden sei an dieser Stelle gedacht. Neben Arthur Bader waren es Stadtrat Toni Böck und Otto Simon im Vorstand; Joseph Heldwein, Dr. Eugen Hintermann, Dr. Hermann Krings, Carl Kunisch, Bernhard von Müller-Nordegg, Friedrich Pflüger, Rudolf Reissner und Stadtpfarrer Stefan Wellenhofer sowie Paul Schallweg als Geschäftsführer und späterer Vorsitzender.

Die Namen der heutigen Führungsmannschaft finden Sie im Kapitel "NAMEN - FAKTEN - ZAHLEN".

Produktionsförderung

Die Freunde des Nationaltheaters fördern mit insgesamt 50.000 Euro die Neuproduktion 2017 des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Die Premiere von "The Consul" von Gian Carlo Menotti hat am 28. März im Cuvilliés-Theater Premiere. 

Kent Nagano am Flügel